BVB: „Drei Optionen“ für Schlotterbeck
Lars Ricken äußert sich zu den Verhandlungen mit Nico Schlotterbeck. Der BVB-Sportchef skizziert drei Optionen.
Im Poker um die Zukunft von Nico Schlotterbeck (26) will man bei Borussia Dortmund vor allem ein Szenario vermeiden. Lars Ricken erläutert in der ‚Sport Bild‘: „Es gibt ja drei Optionen: Wir verlängern den Vertrag, wir verkaufen ihn im Sommer – oder wir gehen ins letzte Vertragsjahr. Die letzte Option wollen wir alle vermeiden. Das wäre weder für uns noch für Nico gut.“
Dortmunds Geschäftsführer Sport betont: „Wir gehen weiterhin davon aus, dass die erste Option klappt. Ich bin immer optimistisch in die Gespräche gegangen. Diese werden wir nun fortsetzen.“
Deadline?
Eine Deadline will Ricken trotz der brisanten Vertragslage nicht setzen: „Das macht in machen Fällen vielleicht Sinn, in diesem Fall aber nicht. Die Gespräche sind so respektvoll und vertraulich, dass wir nicht auf künstliche Weise Druck ausüben wollen. Und warum sollten wir uns selbst limitieren, solange wir zeitlich absolut im Rahmen unseres gemeinsam vereinbarten Korridors liegen? Es ist okay so, wir haben die Lage unter Kontrolle.“
2027 läuft Schlotterbecks Vertrag aus, die eigentlich vereinbarten Rahmenbedingungen für eine Verlängerung will die Spielerseite nach der Trennung von Sportdirektor Sebastian Kehl anpassen. So soll die 60 Millionen Euro hohe Ausstiegsklausel schon im WM-Sommer aktivierbar sein, das 14-Millionen-Jahresgehalt noch einmal nach oben korrigiert werden.
Kehl-Aus nicht entscheidend
Ricken findet es „durchaus verständlich, dass Nico für sich Zeit braucht, um bestimmte Dinge zu reflektieren. Das ist bei der Vertragssituation und einem Spieler seiner Klasse nicht ungewöhnlich.“
Dem Aus von Kehl, das laut Schlotterbeck den Poker in die Länge gezogen hat, will Ricken nicht zu viel Bedeutung beimessen: „Solch eine Entscheidung muss man aus Überzeugung treffen, nicht aus taktischen Überlegungen. Da waren sich sowohl Sebastian als auch der BVB einig. Ich war bei den meisten Gesprächen ja auch dabei. Außerdem ist klar: Ein Spieler schließt nie einen Vertrag mit einer einzelnen Person ab, sondern immer mit dem Verein.“
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